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Eingebettete Rohre und Durchlässe (U04)

Kurzzeichen U04
Bezeichnung Eingebettete Rohre und Durchlässe
Art Arbeitsausschuss Straße
Tätigkeitsbericht

Beschreibung des Aufgabengebietes

Dieser Arbeitsausschuss wurde im September 2004 installiert und umfasste zunächst zwei Aufgabenbereiche. Einerseits sollte eine RVS mit Regelskizzen für verkehrssichere Durchlassverbauten erstellt werden. Andererseits sollten generelle RVS für die Dimensionierung und Bemessung von Rohrleitungen im Straßenbau bearbeitet werden. Damit wurde vor allem neuen, zukunftsweisenden Entwicklungen auf dem Rohrsektor Rechnung getragen und eine besonders wirtschaftliche Dimensionierung bei verbesserter Qualität ermöglicht. Im Rahmen einer Sitzung des AGK-Untergrund wurde der Arbeitsausschuss reaktiviert und als erstes das Ziel gesetzt, für Durchlässe aus allen gängigen Materialien eine Regelung zu schaffen, die klar vorgibt, ab welchen Dimensionen eine statische Berechnung und mit welchen Vorgaben diese durchzuführen ist.

 

Arbeitsschwerpunkte des vergangenen Jahres

Für eingebettete Rohre und Durchlässe werden zwei Teile ausgearbeitet, Teil 1 (RVS 03.08.62) für eingebettete Rohre aus diversen Materialien bis 2m, Teil 2 (RVS 15.0x.0y) für Durchlässe aus Wellstahl mit größeren Durchmessern.

Für den Teil 1 wurden die Planungsgrundsätze und die Qualitätssicherung während der Herstellung sowie die weitere Überwachung dieser Tragwerke bearbeitet.

Hinsichtlich der statischen Berechnung dieser Tragwerke wurden die gängigen Berechnungsverfahren diskutiert, wobei festgestellt wurde, dass mit Ausnahme der Berechnung nach ÖNORM B 5012 – keine Einigkeit darüber besteht, dass die gängigen Berechnungsverfahren - insbesondere für Wellstahlbauwerke - auch dem Eurocode samt nationalem Anhang entsprechen.

Derzeit können daher Berechnungen nach dem Stand der Technik durchgeführt werden, es fehlen aber noch einheitliche Vorgaben, die eine Konformität mit dem Eurocode sicherstellen, davon ausgenommen sind die Eurocodekonformen Berechnungen nach ÖNORM B 5012.

 

Ausblick auf zukünftige Vorhaben

Zunächst sind die zur Verwendung vorgesehenen Berechnungsverfahren einzugrenzen und für diese die Parameter für die eurocodekonforme Berechnung festzulegen. Weiters ist vorgesehen, die einzelnen Nachweise in den unterschiedlichen Berechnungsverfahren zu überprüfen, sodass auch die Streichung einzelner Nachweise oder ergänzende Nachweise in Betracht kommen.

Da aus heutiger Sicht dafür noch kein vollständiges Nachweiskonzept zur Verfügung steht, ist aller Voraussicht nach dieses mittels eines externen Projektes zu schaffen, sodass es dann nach Verifizierung durch den Ausschuss als Stand der Technik in die RVS aufgenommen werden kann.

Leitung
  • Stracke Matthias, Dipl.-Ing.