Die Rahmenbedingungen für die Trassierung von Straßen haben sich in den letzten Jahren entscheidend verändert.
Einerseits sind die Ansprüche von Fahrdynamik, Verkehrstechnik und Verkehrssicherheit gestiegen und Straßen haben immer höheren Ansprüchen an die Qualität des Verkehrsablaufes zu genügen. Andererseits sind die Anforderungen eines möglichst umweltverträglichen und kostengünstigen Straßenbaus zu erfüllen.
Rahmenbedingungen der Trassierung von Straßen sind in umfangreichen Regelwerken zusammengefasst. In Deutschland wird mit der RAST, RAA und der RAL derzeit eine neue Richtlinienreihe aufgelegt. Die Planungsrichtlinien manifestieren damit auf ihre Weise die veränderten Ansprüche an Verkehrswege.
Dem planenden Ingenieur stehen verbesserte Werkzeuge zur Verfügung. Sowohl die verfügbaren Datengrundlagen als auch kommerzielle Softwareprodukte erlauben eine andere Herangehensweise beim Straßenentwurf. Das getrennte Trassieren im Lage- und Höhenplan ist durch die räumliche Trassierung abgelöst worden. Schließlich erlaubt die dreidimensionale Visualisierung der Entwürfe eine Optimierung der räumlichen Linienführung. Auch die Richtlinien zur Überprüfung der Anlageverhältnisse von Straßen berücksichtigen die aktuellen Entwicklungen bei der Beurteilung von Entwürfen noch vor der Realisierung. Die Sommerakademie 2010 hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Überblick über die neuesten Entwicklungen in der Trassierung von Straßen zu geben.